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Kein Change funktioniert ohne Kommunikation

    Kein Change funktioniert ohne Kommunikation!

    Ein wesentlicher, wenn nicht sogar der wesentlichste Bestandteil bei organisatorischen Change ist Kommunikation. Daher schauen wir uns in diesem Blogbeitrag näher an, warum, wie und mit welchen Methoden ein Change-Projekt durch adäquate Kommunikationskampagnen unterstützt werden kann. Ein besonderes Augenmerk legen wir dabei auf die Aspekte Personalentwicklung und Mitarbeiterbindung – zwei Faktoren, die in Zeiten des Fachkräftemangels immer mehr an Bedeutung gewinnen.

    Die Bedeutung der Kommunikation im Change-Management

    Kommunikation spielt eine entscheidende Rolle im Changemanagement, da sie Veränderungen verständlich macht, Betroffene einbindet und das Vertrauen der Mitarbeitenden stärkt. Eine transparente und zielgerichtete Kommunikation schafft eine offene Atmosphäre und ermöglicht es den Mitarbeitern, den Change-Prozess besser zu verstehen und anzunehmen.

    Change Konzepte von Kotter und Lewin

    Lewins 3-Phasen-Modell (Unfreezing – Movin – Refreezing) und Kotters 8-Phasen-Modell beruhen beide auf der Tatsache, dass wir uns von einem Zustand in einen neuen Zustand begeben. Beide ohne konkrete Handlungsanweisungen und Umsetzungshilfen. Der große Schwachpunkt ist bei beiden Modellen, dass sie beide davon ausgehen, dass der neue angestrebte und schließlich erreichte Zustand, der finale Zustand ist. In Zeiten der immerwährenden Veränderungen und zahlreichen disruptiven Störungen von außen, müssen wir jedoch Wege einschlagen, bei denen Veränderung per se zum neuen Status Quo wird und wir als Organisation Veränderung als positive Entwicklung und Chance für alle Beteiligten und das Unternehmen selbst sehen. Dabei spielt Kommunikation eine wesentliche Rolle.

    Veränderungen sind für uns Menschen ungewohnt

    Sind mit Ängsten und Sorgen verbunden. Die Angst vor Ungewissheit kann lähmen. Die Angst vor Verlust ebenso. Daher braucht es Kommunikation und diese nicht nur Top Down mit einem kurzen Mailing, sondern konstant und in alle Richtungen. Sorgen und Ängste sollten im Zuge von Veränderungsprozessen sehr ernst genommen werden. Je nach Organisation kann und der Art der Veränderung, kann es dabei um Existenzängste gehen.
    Wenn Mitarbeiterinnen beginnen, Veränderungen in Unternehmen und Organisationen nicht als reine Einsparungsmaßnahmen und Rationalisierungsprozesse zu verstehen, werden die Ängste in Summe geringer. Was nicht bedeutet, dass nicht einzelne, dennoch durch Angst geprägt sind. Hier gilt es, als Change Team genau hinzuhören und zu verstehen, welche Motive hinter Ablehnung oder Verweigerung liegen.

    Change Team & Agents

    Ob bewusst gewählt oder ungewollt aufgezwungen, gerade jetzt finden viele Veränderungen statt. Wir können die Challenge akzeptieren oder nicht. Letzteres sollte jedoch keine Option sein. Schaffe zunächst Bewusstsein und eine Vision dessen, wohin sich die Reise deiner Organisation entwickeln soll. Belasse es bei der Idee davon oder gehe sogar einfach noch einen Schritt zurück und entwickle gemeinsam mit deinem Change Team, dass du unbedingt aus allen Bereichen deiner Organisation entwickeln solltest, eine gemeinsame Vision und Vorstellung dessen. Je breiter aufgestellt das Team ist, desto eher habt ihr gemeinsamen Erfolg. Unbedingt dabei sein sollten Teilnehmer aus der Personalentwicklung und wenn vorhanden auch des Betriebsrats. Sie kennen die Situation im Unternehmen und wissen nicht nur kommunikativ, welche Möglichkeiten und Wege eingesetzt werden können, sondern auch, welche Entwicklungsmaßnahmen für das Team erforderlich sein könnten.

    Veränderung ist ein Marathon, kein Sprint. Dessen sollte man sich bewusst sein. Gerade Veränderungen in Organisationen brauchen ihre Zeit. Daher ist es wichtig, dass wir dranbleiben und mutig sind. Es ist nicht ausreichend, ein Memo zu schicken. Einen Kick-Off zu machen und danach verebbt der Enthusiasmus. Teilziele sind ein wichtiger Schritt zum Erfolg. Change Agents, die laufend neben ihrer primären Arbeitsaufgaben auch noch in das Team hineinhören und laufend Ängste nehmen, Sorgen hören und Befürchtungen ausräumen, sind dabei unerlässlich. Change Agents sollten Veränderungen mitgestalten und nicht nur Sprachrohr sein. Und: du solltest hören, was sie sagen. Change Agents sind näher an dem Team dran und haben oftmals aufgrund eines Vertrauensverhältnisses einen besseren Draht zum Team, es wird daher offener gesprochen.

    Change Kommunikation

    Die Vision und das Gesamtbild, wohin die Reise der Organisation enden soll, sollte immer präsent sein – mit Storytelling schaffen es Mitarbeitende leichter, diesen Weg mitzugehen. Natürlich gibt es keinen Ansatz, der sagt: so funktioniert es und nicht anders. Das kommt immer darauf an, wo du startest und wo du hinwillst, wie deine Organisation bislang funktioniert und wie sie zukünftig funktionieren soll. Je nach Unternehmenskultur ist dein Team es gewöhnt offen zu sprechen oder eben weniger. Aber egal, wo du startest und wo du hinwillst: Ohne die Sorgen, Ängste und Befürchtungen deines Teams nicht nur zu hören, sondern auch zu nehmen, wird deine Veränderung keinen Erfolg habe. Daher sind Formate wie AMA Sessions (Ask me anything) oder auch Interaktionsräume, bei denen sich jeder bei der Gestaltung der Veränderung einbringen kann (World Cafes, Idea Challenges etc.) zu wählen, um den größten möglichen Impact und die größte mögliche Interaktion im Team zu erreichen.

    Erfahrung und Begleitung

    Veränderung bleibt. Darüber sollten wir uns einig sein. Das heißt, wir können uns damit im Detail auseinandersetzen und Mitarbeiterinnen ausbilden, in diese Richtung auch langfristig zu begleiten. Das ist gut und hilfreich. Aber spätestens wenns brenzlig wird, wenn die genannte Erfahrung eben noch nicht da ist oder auch wenn der Blick von außen, ein hilfreicher Partner sein kann, gilt es sich externe Unterstützung zu holen. So können Mitarbeitende ausgebildet, begleitet werden beim Sammeln von Erfahrung in Veränderungsprozessen, aber du gewinnst durch externe Unterstützung auch noch einen Berater/Coach/den Blick von außen und einen Partner für Mentoring von Change.

    Wo stehst du gerade?

    Wir begleiten Unternehmen auf genau dieser Reise. Von Ausbildung zur Umsetzung. Ein guter Startpunkt ist hierfür der Blended Learning Kurs Change-Management oder der Online Kurs “Change never ends“. Durch den mehrwöchigen Kurs mit unterschiedlichen Lernphasen und Methoden werden auch Praxisprojekte aus deinem
    Unternehmensumfeld aktiv unterstützt und umgesetzt. Du hast Interesse daran? Dann lass uns reden.