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Krisen nutzen

    Krisenmodus on - wie können wir Krisen nutzen?

    Wenn wir uns den Krisenmodus als rotes Lämpchen vorstellen, wundern wir uns, dass es in den letzten Jahren noch nie ausgewechselt werden musste. Vermutlich ist es schon ein energiesparendes LEDlämpchen. Wobei es von uns umso mehr Energie benötigt, diesen Krisenmodus dauerhaft zu bewältigen. Aber Krisen können wir auch proaktiv nutzen, für Innovation und Veränderung. 

    Ohne jetzt die Krisen und Probleme der letzten 36 Monate im Detail aufzuzählen: es war nicht immer einfach. Oft wussten wir nicht, wie es weitergeht. Manchmal befanden wir uns in einer Art Schockstarre.

    Erstmals damit konfrontiert war ich mit Beginn der Corona Krise. Meine Kunden waren zunächst komplett abgetaucht. Ob es sich um Traditionsbetriebe in Konzerngröße handelte, wurde zunächst einfach mal abgewartet. Die Unternehmen waren so sehr mit sich selbst beschäftigt und darauf konzentriert herauszufinden, was uns in der unmittelbaren Zukunft erwartet, dass nichts passierte. Erst nach und nach wurde der Kontakt wieder hochgefahren – virtuell versteht sich.

    Man hat deutlich den Unterschied gesehen, zwischen modernen flexiblen und agilen Unternehmen zu starren Strukturen. Einige wenige Unternehmen hatten fast im Handumdrehen innovative Lösungen bei der Hand. Von Desinfektionsspendern über FFP2-Masken, von Testinfrastrukturen bis hin zu hochtechnologischen Behandlungsmethoden. Und bei anderen Unternehmen passierte nichts. Mit der Folge von Produktivitätsabfall, Umsatzeinbußen, Kurzarbeit, Kündigungen etc.

    Was passiert mit uns, wenn wir solchen Krisen plötzlich gegenüberstehen?

    Zunächst fängt es schon mal damit an, wie kalt uns diese Krise erwischt. Klar können wir die Intensität und Geschwindigkeit von vielen Dingen weder beeinflussen noch vorhersehen, die Zukunft schon gar nicht. Jedoch können wir die Augen und Ohren offenhalten, um möglichst zeitnah diese herannahende Krise zu antizipieren und Krisen nutzen zu können

    Flucht oder Angriff

    Im Menschen sind zwei Mechanismen im Gange: Flucht oder Angriff. Wir entscheiden darüber mehrmals täglich. Wir können nicht dauerhaft im Angriffsmodus sein. Das verträgt weder unser Herz noch unser Verstand. Es braucht daher immer Beruhigungsphasen. Unser Angriffsinstinkt macht uns aber auch kreativ. Kreativ für neue Lösungen. Unsere Pupillen sind geweitet, wir können schnell reagieren. Laufen wie Raubkatzen auf unsere Gegner zu.

    Erwischt es uns kalt, fühlen wir uns bedroht, wird unser Fluchtinstinkt aktiv. Wir wollen davonlaufen, uns verkriechen, verstecken, uns abschotten und abwarten, bis die Gefahr vorbei ist.

    Im Fluchtmodus sind wir nicht in der Lage Krisen zu nutzen.

    Katze steht auf den Hinterbeinen und schaut neugierig in Blickrichtung Kamera
    Katze mit geöffneten zum Angriff geweiteten Mund.

    Wir müssen also die Balance finden. Zwischen der Aktivierung unserer Angriffsmodi und aber auch der Erhaltung unseres Fluchtinstikts. 

    Dadurch erkennen wir Bedrohungen für unser Unternehmen, unser Projekt oder unser Team frühzeitiger erkennen. Wir sind wachsam und aufmerksam. Aber gleichzeitig auch in der Lage, innovation voran zu treiben, Ideen zu entwickeln und Krisen zu bewältigen. 

    Und das ist die Lösung? Ja und Nein. In der Theorie klingt es einfach. Die Herausfordeurngen liegen im Detail, diese Balance auch dauerhaft zu erhalten. Wenn wir unseren Blick auch stetig nach außen richten, Lernen leben und der Entwicklung von neuen Chancen sowie dem Lernen aus begangenen Fehlern den richtigen Stellenwert einräumen, kann es gelingen. 

    Gleich mit Training durchstarten: