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Veränderungen akzeptieren oder versuchen zu verhindern? Am besten ist, wir freuen uns auf die Veränderung. Jeder kennt es, dieses vor allem bei neu hinzukommenden oder jungen Mitarbeitenden verhasste “das haben wir immer schon so gemacht!” Es gibt sicherlich Bereiche, bei denen eingespielte Prozesse und Methoden zielführend sind. Aber selbst die Medizin, eine der Branchen, wo man das vermuten würde, würde sich nicht weiterentwickeln, wären Forscherinnen und Forscher auf diesen Satz eingeschworen. Wenn wir unsere Zukunft und die unserer Unternehmen positiv und aktiv gestalten wollen, müssen wir Veränderungen nicht nur akzeptieren, sondern forcieren!
Veränderung ist jede Abweichung von unserer Normalität. Und damit eigentlich ganz schön individuell. Meine Normalität ist es zum Beispiel nahezu alle Wege öffentlich oder mit dem Rad zu bestreiten. Fällt nur eine Linie aus, so ärgere ich mich darüber, dass mein gewohnter Weg nicht funktioniert. Natürlich kann ich schnell damit umgehen, weil es zwar ärgerlich ist, aber mich persönlich nicht trifft. Was Veränderungen mit uns machen, erfährst du unseren Blogbeitrag “be the change”.
Anders sieht es aus, wenn zum Beispiel mein Job gefährdet ist. Ein Problem, das gerade in vielen Unternehmen um sich greift, aufgrund der Teuerung sind Einsparungsmaßnahmen. Wenn auch Kündigungen eigentlich das letzte Mittel der Wahl sein sollten, so sind sie doch für Unternehmer:innen und Unternehmer ein Mittel, um schnell Kosten zu reduzieren. Für die Betroffenen hängt viel davon ab. Der Jobverlust kann Existenzängste auslösen, der Verlust von Haus oder Wohnung, die Angst davor Rechnungen nicht mehr bezahlen zu können.
Sind in meinem Unternehmen solch drastische Maßnahmen notwendig, appelliere ich für die Veränderung, aber nicht gegen die Kommunikation. Kein Unternehmen kündigt gerne Mitarbeitenden, denn das hat nicht nur menschlich und für das Team folgen, sondern auch drastische Einschnitte für den Betrieb, die Prozesse zu tun. Damit es erst gar nicht dazu kommt, müssen wir uns zeitnah auf Veränderungen nicht nur einstellen, sondern diese frühzeitig antizipieren. Wenn wir Veränderung akzeptieren müssen, weil uns keine andere Wahl bleibt, brauchen wir jedoch eines: Zeit. Zeit uns damit abzufinden, zu realisieren, zu trauern und nach vorne zu blicken. Zeit, die uns in Krisensituationen nicht immer zur Verfügung steht, daher ist eine aktive Gestaltung und positive Grundeinstellung notwendig. Insbesondere dann, wenn wir nicht wollen, dass es zu Krisen kommt.
Nicht jede Veränderung muss negativ sein. Veränderungen zu akzeptieren, kann befreiend sein. Befreiend, weil die Situation eigentlich bereits seit längerem belastet, weil man Dinge geahnt hatte, die jedoch nicht ausgesprochen worden sind, weil man unterbewusst schon länger einen anderen Weg einschlagen wollte. Wenn es dir so geht, dann ist diese Veränderung einschneidend, aber auch eine Chance. Den Arbeitgeber in einer solchen Situation anzusprechen, weil man das entsprechende Dienstzeugnis, eine Begleitmaßnahme oder ähnliches benötigt, kostet Überwindung, hilft dir jedoch für deine Zukunft. Daher solltest du das unbedingt tun.
Veränderung muss nicht das worst case Szenario sein und mit Kündigungen enden. Veränderungen können von klein bis groß reichen. Veränderungen im Betrieb können zum Beispiel reichen von einer neuen Software, neue Prozesse, neue Menschen oder eine Kombination daraus. Veränderung kann aber auch Innovation bedeuten. Gerade wenn neue Mitarbeitende zum Team stoßen – egal ob jung oder alt – bringen Sie eins mit, was die alten Hasen im Unternehmen seltener haben: den frischen Blick auf die Dinge. Prozesse und Abläufe werden hinterfragt und im Idealfall auch Optimierungsvorschläge gemacht. Aber selbst wenn diese Vorschläge noch nicht initial kommen, lohnt es sich hinzuhören und im Team an diesen Auffälligkeiten weiterzudenken und zu arbeiten. Wenn wir den Vorschlag akzeptieren, dann akzeptieren wir auch die Veränderung. Die Veränderung zu akzeptieren, ist nicht immer einfach. Vielleicht haben wir das ursprüngliche System oder den ursprünglichen Prozess mitentwickelt. Vielleicht würde unsere Rolle im Unternehmen damit eine andere Ausrichtung finden. Sehr wahrscheinlich sogar eine, die dir Spaß machen wird.