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So macht Zusammenarbeit Spaß!

    So macht Zusammenarbeit Spaß!

    Wenn wir kreativ und innovativ zusammenarbeiten wollen, dann brauchen wir Freiraum. Freiraum für Gestaltung, zum Denken und für Austausch. Die richtige Arbeitsweise für die ideale Zusammenarbeit zu finden, ist immer wichtig. Ob jetzt ein neues Team sich zusammenfindet für ein Projekt oder auch die Zusammensetzung im Team sich verändert.

    Wenn ein Team sich formiert, ist die Zusammenarbeit nicht produktiv

    Zumindest nicht sofort. Teams durchlaufen bis zur effizienten Zusammenarbeit mehrere Phasen. Die Teamphasen nach Tuckman:

    • Forming: Das Team formiert sich und lernt sich kennen. Es findet ein Abtasten statt. Erwartungen werden abgeglichen, die Rollen innerhalb des Teams werden gefunden.
    • Storming: Es kommt zur Reibung zwischen den Teammitglieder, die alle ihre Meinungen vertreten. Persönliche Meinungsunterschiede zwischen Teammitglieder werden in dieser Phase deutlich. Es bilden sich Gruppen innerhalb von großen Teams. Methoden und Tools, Führungs- und Kommunikationsmethoden werden in Frage gestellt und diskutiert. Am Ende dieser Phase sind nicht nur die Aufgaben selbst, sondern auch Rollen, Zuständigkeiten sowie Methoden der Bewältigung von Aufgaben geklärt.
    • Norming: Ruhe kehrt ein nach dem Sturm. Ein Zusammengehörigkeitsgefühl entsteht und die Zusammenarbeit funktioniert reibungslos. Diskussionen finden offen und auf fachlichem Level statt. Etwaige Konflikte, sollten aus dem Weg geräumt werden.
    • Performing: Das Wir-Gefühl ist stark ausgeprägt und der Zusammenhalt ist groß. Die Gruppe funktioniert in sich, unterstützt sich und agiert eigenständig. Jetzt erfolgt effiziente Arbeit. Durch regelmäßigen Austausch und Feedback, werden Probleme und Konflikte früh aus dem Weg geräumt.

     

    In Teams, die auf kurze Zeiten ausgelegt werden, gehört auch noch die Phase Leaving bzw. Adjourning hinzu. In dieser Phase nimmt die Effizienz der Zusammenarbeit wieder ab. Anfängliche Reibereien sind also vollkommen normal und sollten nicht weiter beunruhigend sein. Teambuilding Aufgaben und Übungen können den anfänglichen Prozess positiv unterstützen. Hier einige Anregungen.

    Zusammenarbeit mit Kreativität erfordert Freiraum – Grau in Grau funktioniert nicht

    Soll ein Team in der Zusammenarbeit besonders kreativ werden, braucht es Freiraum. Nicht nur räumliche Offenheit, die Entfaltung ermöglicht, ist dafür notwendig, sondern auch zeitliche. Kreativarbeit funktioniert nicht auf Knopfdruck, Idee kommen meistens spontan und ohne Druck. Hier braucht es Möglichkeiten zur Entfaltung. Auch in der räumlichen Struktur ist eine Offenheit mit unterschiedlichem Mobiliar förderlich für eine kreative Zusammenarbeit.

    Abwechslung ist notwendig

    Ebenso kann eine örtliche Abwechslung nicht nur die Zusammenarbeit, sondern auch die Kreativität fördern. Durch gemeinsame Vereinbarung können Meetings zum Beispiel im Grünen abgehalten werden, ein Spaziergang zwischendurch, ein Meeting am Telefon bei räumlicher Distanz, das genutzt wird für einen virtuellen Spaziergang oder komplett neue Methoden. Kollaborationstools wie Miro und Mural bieten die Möglichkeit in den interaktiven Austausch zu gehen, zahlreiche Templates können dabei genutzt werden, um den Prozess in Gang zu setzen.

    Innovative Zusammenarbeit braucht Gestaltungs- und Denkfreiräume

    Nicht nur kreative Zusammenarbeit, sondern auch Innovation benötigt diese Gestaltungs- und Denkfreiräume. Erst durch den Austausch miteinander werden Ideen weiterentwickelt und Bedenken können leichter ausgeräumt werden. Nicht umsonst sagt man bei uns „durchs reden kommen die Leut‘ zsam“. Sowohl das Teambuilding in der Formierung des Teams, als auch wenn neue Ideen geboren werden, ist dieser Austausch essenziell. Dabei ist es wichtig auch keine Verbote zu haben: Es gibt keine blöden Fragen, es gibt keine dummen Ideen. Alles ist zulässig, sofern wir konstruktiv, offen und wertschätzend im Umgang miteinander agieren. Rückmeldungen wie „das haben wir immer schon so gemacht“ verhindern diesen Austausch und das Engagement der anderen Mitarbeitenden.

    Go with the Flow – viele Wege führen zum Ziel

    Sowohl Kreativität und Innovation, als auch allgemein Zusammenarbeit im Team lässt sich nur schwer von oben vorgeben. Ziel muss es sein, neue Methoden und Möglichkeiten immer wieder im Team zu testen und danach gemeinschaftlich zu entscheiden, ob diese Art der Zusammenarbeit die richtige ist für alle Beteiligten, denn nur wenn alle an einem Strang ziehen, kann wirkungsvolle Zusammenarbeit entstehen. Dabei kann es hilfreich sein, auch wenn wir nicht agil zusammenarbeiten, die Methode der Retrospektive regelmäßig einzusetzen, die die Zusammenarbeit laufend näher betrachtet und die Optimierung der Zusammenarbeit zum Ziel hat. 

    Ein Growth Mindset ist für diese Offenheit und Weiterentwicklung der Zusammenarbeit hilfreich, da man persönlich das Verständnis des ewigen Lernprozesses verinnerlicht hat. Willst du einen Growth oder agile Mindset entwickeln? Dann empfehle ich dir den Online Kurs “Getting Agile” (gerne auch für Teams oder als Blended Learning Programm verfügbar).